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Inzwischen hatte ich die Gelegenheit, das HONOR 9X Pro eingehend zu testen.
Meine Erfahrungen habe ich in einem ausführlichen Blogpost veröffentlicht, den ich hier noch einmal wiedergeben möchte.
Die Abschnitte zum Kamerasystem und der App-Situation habe ich bereits in seperaten Posts hier veröffentlicht.

Lieferumfang und erster Eindruck
Das HONOR 9X Pro kommt in einer Smartphone-typischen Kartonverpackung. Ich habe das Testgerät in der Farbvariante „Phantom Purple“ erhalten und hier ist die Modellbezeichnung auf dem Kartondeckel mit dem gleichen Farbverlauf gestaltet, den auch die Rückseite des 9X Pro aufweist – nett.
Nach dem Öffnen der Verpackung fällt der Blick sofort auf das, in einer Plastiktüte eingepackte, Smartphone. Darunter befindet sich ein Pappschuber, der ein Werkzeug zum Öffnen des SIM-Kartenschachts und eine einfache transparente Schutzhülle für das Smartphone enthält. Bei meinem Testgerät, das nicht für den Verkauf bestimmt ist, fehlen Bedienungsanleitung, Garantiebestimmungen u.ä.
In der Box befinden sich dann noch ein 10W-Netzteil mit USB-A-Buchse und ein Ladekabel mit USB-A und USB-Type-C-Stecker, beides in weiß gehalten.





Das HONOR 9X Pro wirkt mit seinen Abmessungen von 163.5 mm x 77.3 mm x 8.8 mm und einem Gewicht von 202g zunächst wirklich groß auf mich.

Die Vorderseite des Geräts wird von einem 6,59 Zoll messenden Bildschirm dominiert. Lediglich die Hörmuschel findet noch zusätzlich einen Platz am oberen Rand. Die Frontkamera wurde als Pop-Up-Kamera in den oberen Rahmen integriert – doch dazu später mehr.
Insgesamt wirkt die Vorderseite des Smartphones sehr aufgeräumt und modern. Die Bildschirmränder fallen durchaus angenehm dünn, wenn auch etwas asymmetrisch, aus. Der untere Rand ist merklich breiter, was ich aber nicht als störend empfinde. Insgesamt ergibt sich dein Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis von 92%.




Auf der rechten Seite des Geräts befindet sich der Ein-/Ausschalter mit integriertem Fingerabdrucksensor und eine Lautstärkewippe. Die Unterseite beherbergt den (Mono-) Lautsprecher, den USB-Type-C-Anschluss, ein Mikrofon und eine 3,5mm Klinkenbuchse. An der oberen Gehäuseseite sind die Pop-Up-Frontkamera, der SIM- bzw. Speicherkarteneinschub und ein weiteres Mikrofon platziert.
Die linke Seite bleibt frei.

Die zu den Längsseiten leicht abgerundete Glasrückseite des HONOR 9X Pro ist eines der Highlights des Smartphones. Diese ist mit einem zwischen lila/blau und magenta changierendem Farbverlauf gestaltet. Je nach Betrachtungswinkel wird ein X, passend zur Modellbezeichnung, sichtbar. Die Gestaltung der Rückseite gefällt mir ausgesprochen gut und hebt sich angenehm vom schwarzen Smartphone-Einerlei ab. Fingerabdrücke sind auf dem Glas zwar sichtbar, doch weniger auffällig als bei dunkleren, einfarbigen Oberflächen.
In der linken oberen Ecke befindet sich das Kameramodul, dessen drei Linsen ampelförmig untereinander angeordnet sind. Darunter befindet sich noch ein LED-Blitz.
Am unteren Viertel der Rückseite befinden sich noch ein silberfarbener HONOR-Schriftzug und die regulatorischen Hinweise.
Das HONOR 9X Pro wirkt auf mich äußerst solide und sauber verarbeitet. Vorder- und Rückseite aus Glas werden durch einen, offenbar mit einem Kunststoff überzogenen Metallrahmen zusammengehalten. Das Gehäuse ist sehr verwindungssteif und auch beim testweisen Druckausüben knarzt oder knackt nichts.
Die Tasten sitzen fest im Gehäuse und haben einen gut definierten Druckpunkt. Frontkamera und SIM-Karteneinschub sitzen bündig im Gehäuse – es gibt keine auffälligen Spaltmaße.
Durch die seitlich abgerundete Rückseite liegt das HONOR 9X Pro sicher und gut in der Hand. Der Fingerabdrucksensor ist für mich sehr gut platziert und ich kann ihn problemlos mit dem rechten Daumen erreichen. Die Lautstärkewippe ist nur nach dem Umgreifen erreichbar.
Durch das leicht herausstehende Kameramodul wackelt das Smartphone etwas, wenn man es auf dem Tisch liegend bedient.
Display
Das HONOR 9X Pro ist mit einem 6,59 Zoll großen IPS-Display im Format 19,5:9 ausgestattet. Der Bildschirm löst mit 1080 x 2340 Pixeln auf und bietet somit eine Pixeldichte von 391 ppi.
Damit erscheinen Texte, auch in Anbetracht der Größe des Gerätes, zufriedenstellend scharf und sind gut lesbar.
Die Bildschirmauflösung wird ab Werk im Modus „Smarte Auflösung“ automatisch angepasst und wechselt zwischen HD+ (1560×720 Pixel) und FHD+ (2340×1080 Pixel), um den Energieverbrauch zu minimieren. Man kann aber alternativ eine der beiden Auflösungen manuell wählen.
Die Farbdarstellung wirkte in der Grundeinstellung auf mich zunächst zu knallig und zu kühl. Wenn man im Einstellungsmenü „Anzeige“ den Farbmodus von „lebhaft“ zu „normal“ wechselt, erhält man eine deutlich realistischere und angenehmere Farbabstimmung.
Das Display des HONOR 9X Pro ist recht blickwinkelstabil und wird auch in helleren Umgebungen ausreichend ***. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung, etwa in der Mittagszeit, wird es schwierig, noch alles auf dem Bildschirm zu erkennen.
Insgesamt gefällt mir der Bildschirm des HONOR 9X Pro gut. Zwar weist er auch übliche Nachteile eines IPS-Panels auf, z.B. das kein sattes schwarz erreicht wird. Aber ein hochwertiges OLED-Panel ist in dieser Preisklasse nicht zu erwarten.

Kamera
Allgemein:
Das HONOR 9X Pro verfügt über ein Dreifach-Kamerasystem auf der Rückseite und eine Pop-Up-Frontkamera.
Die Hauptkamera bietet in etwa den Blickwinkel eines 35mm Objektivs (umgerechnet auf Vollformat/Kleinbild) und löst mit 48 Megapixeln auf. Die maximale Blendenöffnung beträgt f/1.8.
In der Standardeinstellung nimmt das HONOR 9X Pro Fotos mit einer Größe von 12 Megapixeln auf. Dies ergibt sich durch sogenanntes Pixel Binning, bei dem jeweils 4 Pixel des 1/2-Zoll-Sensors zu einem Pixel kombiniert werden. Es ist aber ebenfalls möglich, die volle Auflösung des Sensors beim Fotografieren zu nutzen.
Das zweite Objektiv ist ein Superweitwinkel mit einem Bildwinkel von 120°. Hier steht eine Anfangsblende von f/2.4 und eine Sensorauflösung von 8 Megapixeln zur Verfügung.
Hinter dem dritten Objektiv verbirgt sich ein Tiefensensor mit 2 MP Auflösung und f/2.4, der etwa für Portraitaufnahmen oder simulierter Tiefenschärfe ergänzende Informationen liefert.
Die Frontkamera wurde beim HONOR 9X Pro im oberen Gehäuserahmen verbaut. Sie fährt bie Bedarf mechanisch aus dem Gehäuse heraus.
Die Pop-up-Kamera bietet einen Weitwinkel (umgerechnet 26mm) und löst mit 16MP bei einer maximalen Blende von f/2.2 auf.
Hauptkamera:
Die 48 Megapixel-Hauptkamera liefert bei guten Lichtverhältnissen scharfe und detailreiche Bilder. Farben werden meist realistisch und nicht übersättigt wiedergegeben.
Mit Gegenlichtsituationen kommt das HONOR 9X Pro gut zurecht. Etwaige Überstrahlungen und Lens Flares kann man teilweise als Stilmittel einsetzen. Wenn man manuell den Bereich zur Belichtungsmessung wählt, lassen sich auch extreme Helligkeitsunterschiede recht gut bewältigen.
Bei schwierigen Lichtverhältnissen, wie z.B. in der Dämmerung oder bei Kunstlicht in Innenräumen, wird Bildrauschen sichtbar und die Detailwiedergabe leidet – vor allem in dunklen Bildbereichen.
Die Verwendung des Nachtmodus bzw. dem „AIS Super Night Mode“, bei dem mehrere Fotos automatisch zu einem verrechnet werden, verbessert das Ergebnis. Damit sind deutlich hellere, rauschärmere und detailreichere Bilder auch bei sehr dunklen Lichtverhältnissen möglich.
Selbst aus der Hand gelingen oft noch recht ansehnliche Fotos – ein Stativ ist aber dennoch sehr hilfreich.
Es macht Spaß mit den verschiedenen Bildmodi zu experimentieren. Befestigt man das HONOR 9X Pro etwa auf einem kleinen Smartphone-Stativ und wechselt in den Modus „Lichtmalerei“, so kann man interessante Fotos aufnehmen, wie z.B. die Lichtspuren fahrender Autos, Sternenspuren u.a.

Ich hatte bereits erwähnt, dass man beim Fotografieren auch die volle 48 Megapixel-Auflösung der Hauptkamera nutzen kann. Normalerweise halte ich das nicht für erforderlich. Die hohe Auflösung bringt im Alltagsgebrauch kaum einen Vorteil mit sich – lediglich die Dateigröße der Fotos steigt erheblich an. Folgerichtig ist auch eine Bildgröße von 12-Megapixeln voreingestellt.
Es gibt jedoch einige Sonderfälle, bei denen sich eine höhere Auflösung positiv bemerkbar machen würde.
Gerade bei Fotos, die viele kleine Bildelemente enthalten, wie beispielsweise Landschaftsaufnahmen, gelingt es mit der vollen 48-MP-Auflösung, mehr Details einzufangen. Wirklich relevant ist das aber nur, wenn man beim Betrachten stark in das Bild hineinzoomt oder einen großformatigen Ausdruck anfertigen möchte. Natürlich bietet die hohe Auflösung auch größere Reserven für Ausschnittsvergrößerungen.
Bei diesen Anwendungsfällen würde ich gleich die Auflösung „48 MP AI Ultra Clarity“ wählen. Hier werden wieder mehrere 48-MP-Bilder zu einem Foto kombiniert, das sich dann deutlich detailreicher und rauschärmer präsentiert. Zu beachten ist allerdings, dass dieser Modus nur bei unbewegten Motiven sinnvoll einsetzbar ist.
Um die Unterschiede zwischen den Auflösungen „12 MP“ und „48 MP AI Ultra Clarity“ zu verdeutlichen, habe ich dasselbe Motiv in beiden Modi fotografiert und vergleiche jeweils die rot markierten Ausschnitte miteinander.



Mit dem Bildmodus „Blende“ kann man die Bildwirkung simulieren, die offenblendige Objektive an Spiegelreflex- oder Systemkameras erzeugen. Dabei stellt man auf das Hauptmotiv scharf und Bildinhalte, die räumlich davor oder dahinter liegen, verschwinden in der Unschärfe (Bokeh).
Wenn das Hauptmotiv klar begrenzte Umrisse aufweist, kann das HONOR 9X Pro dieses meist gut erkennen und erzeugt dann durchaus ansprechende Fotos. Es lohnt sich, mit dieser Funktion zu experimentieren.
Superweitwinkel:
Die Superweitwinkel-Kamera sehe ich als gute Ergänzung zur Hauptkamera, da sich ein größerer Bildwinkel nicht nachträglich erzeugen bzw. errechnen lässt.
Steht viel Licht zur Verfügung, gelingen hiermit ebenfalls ansprechende, realistische Aufnahmen. Die Detailauflösung erreicht nicht das gute Niveau der Hauptkamera. Bei schwierigen Lichtverhältnissen nimmt das Bildrauschen zu und Details erscheinen verwaschen. Hier macht sich die kleinere Anfangsblende von f/2.4 bemerkbar, die, im Vergleich zur Hauptkamera, weniger Licht auf den Sensor fallen lässt.
Eine dedizierte Tele-Linse besitzt das HONOR 9X Pro leider nicht. Der Zoom wird digital über die Hauptkamera realisiert. Darunter leidet erwartungsgemäß die Detailwiedergabe. Der 2-fach Zoom ist aber dennoch gut nutzbar.

VIDEO:
Das HONOR 9X Pro zeichnet Videos maximal in FullHD 1080p-Auflösung mit 60fps auf. Eine optische Bildstabilisierung steht nicht zur Verfügung. Die AI-Videostabilisierung funktioniert recht gut, sorgt aber für eine verzögerte Darstellung des Sucherbilds.
Beim Filmen mit der Weitwinkel-Kamera sind Aufnahmen auf 30fps begrenzt. Auch wenn man Videofilter einsetzen möchte, greift diese Einschränkung.
Die Videoqualität reicht zum Aufnehmen von kurzen Clips im Alltag aus. Steht viel Licht zur Verfügung, ist die Bildqualität recht ansprechend. Der Ton geht ebenfalls in Ordnung.
Für ein ernsthafteres Filmen ist das HONOR 9X Pro, meiner Meinung nach, weniger gut geeignet. Leider bietet die herstellereigene Kamera-App für das Filmen keinen Pro-Modus an. Dieser wäre aber erforderlich, um Belichtungszeit, Fokus, etc. voreinstellen zu können. In Anbetracht der angepeilten Benutzergruppe möchte ich das nicht weiter kritisieren.
Pop-Up-Kamera:
Steht viel Licht zur Verfügung, gelingen mit der Frontkamera schöne Selfies mit natürlichen Farben. Vorsicht ist bei der Einstellung des Verschönerungsgrades geboten, da Bilder sonst stark weichgezeichnet werden.
Leider lässt die Bildqualität deutlich nach, wenn wenig Licht zur Verfügung steht. Gerade in Innenräumen mit Kunstlicht führt das zu verwaschenen Details, Bildrauschen und einer unrealistischen Farbwiedergabe. Auch die Gesichtsaufhellung durch das Erhöhen der Bildschirmhelligkeit vermag nichts daran zu ändern.
Videoaufnahmen sind maximal mit 1080p und 30fps möglich. Die Verschönerungsfunktionen stehen allerdings nur bis 720p zur Verfügung.
Fazit zur Kamera:
Insgesamt gefällt mir das Kamerasystem des HONOR 9X Pro gut. Die Kamera ist durchaus schnappschusstauglich und man erhält, wenn man sich der Limitierungen bewusst ist, ansehnliche Fotos mit einer insgesamt guten Bildqualität. Über kleinere Schwächen kann ich, gerade in Anbetracht des Gerätepreises, hinweg sehen.
Ich hätte keine Bedenken, einen Urlaub mit der Kamera des HONOR 9X Pro festzuhalten.
Beispielfotos:



Performance
Das HONOR 9X Pro wird vom leistungsfähigen HiSilicon Kirin 810 Octa-Core-Prozessor und einer Mali-G52 MP6 GPU angetrieben. In Kombination mit 6GB Arbeitsspeicher kann sich die Performance wirklich sehen lassen – vor allem für ein Mittelklasse-Smartphone.
Im Alltagsgebrauch habe ich nie das Gefühl, auf das System warten zu müssen. Die Benutzeroberfläche läuft flüssig, Apps werden schnell gestartet und laufen ruckelfrei.
Das spiegelt sich auch in den Testergebnissen gängiger Smartphone-Benchmarks wieder.
Im Geekbench 5 erreicht das HONOR 9X Pro im Lesitungs-Modus einen Single-Core-Score von 597 und einen Multi-Core-Score von 1871.
Den AnTuTu Benchmark (V. 8.3.0) absolviert das Gerät mit 319579 Punkten. Im Sling Shot Extreme-Test von 3DMARK werden ein Gesamtscore von 25512 im OpenGl ES3.1 und 2523 im Vulkan erzielt.
Das HONOR 9X Pro reiht sich mit seinen Benchmark-Ergebnissen etwa im Bereich von Samsungs Vorgänger-Flaggschiffen ein.
Berücksichtigt man, dass es sich beim HONOR 9X Pro um ein Mittelklasse-Smartphone handelt, habe ich an der Performance absolut nichts auszusetzen.
Auch bei starker Beanspruchung wird das HONOR 9X Pro nicht unangenehm heiss. Honor setzt hier auf eine integrierte Flüssigkeitskühlung.
Akku
Das HONOR 9X Pro ist mit einem Li-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 4000mAh ausgestattet.
Auch bei intensiverer Nutzung komme ich mit dem Gerät problemlos durch den Tag. Bei meinem Nutzungsverhalten sind Laufzeiten von 1,5 Tagen realistisch. Bei sehr fordernder Nutzung, etwa stundenlanges Spielen im Hochleistungsmodus, reduziert sich die Laufzeit natürlich deutlich.
Leider verzichtet Honor beim 9X Pro auf ein Schnellladeverfahren. Das beigelegte Netzteil liefert lediglich 10W – damit dauert das Aufladen von 15% auf 100% 1 h 40 min.
Drahtloses Aufladen nach dem Qi-Standard ist leider ebenfalls nicht vorgesehen.
Ausstattung und Konnektivität
Das HONOR 9X Pro verfügt über einen USB Typ-C-Port zum Laden und für den Datenaustausch.
Überraschenderweise verbaut HONOR bei diesem Gerät weiterhin eine 3,5mm-Kopfhörerbuchse. Ich bin zwar schon vor Jahren auf Bluetooth-Kopfhörer umgestiegen, aber haben ist natürlich besser als brauchen.
Außerdem stehen Wi-Fi 2.4GHz (802.11 b/g/n), Wi-Fi 5GHz (802.11 a/ac), Bluetooth 4.2, GPS/AGPS/GLONASS und NFC zur Verfügung.
Das HONOR 9X Pro unterstützt NFC – dennoch kann diese Schnittstelle nicht zum Bezahlen mit Google Pay genutzt werden. Das Koppeln von Bluetooth-Kopfhörer, Lautsprechern o.ä. funktioniert damit problemlos.
Der Hybrid SIM-Slot nimmt entweder zwei Nano-SIM-Karten oder eine Nano-SIM- und eine microSD-Speicherkarte auf.
Der, mit 256 GB großzügig bemessene, interne UFS 2.1-Speicher kann mit einer microSD-Karte bis zu einer Speichergröße von 512GB erweitert werden.
Das HONOR 9X Pro bietet als einzige biometrische Methode zur Zugangssicherung einen Fingerabdrucksensor. Auf die Integration eines Face Unlocks bzw. einer Gesichtsentsperrung wurde verzichtet. Ich finde die Entscheidung nachvollziehbar, da zum Entsperren jedes mal die Popup-Kamera ein- und ausgefahren werden müsste. Die Mechanik erscheint mir für diesen Zweck zu gemächlich. Ein kompletter Vorgang würde 2,9 Sekunden benötigen. Der Fingerabdrucksensor ist in den Ein-/Ausschalter an der rechten Gehäuseseite integriert. Diese Position ist mit dem Daumen perfekt erreichbar. Der Sensor reagiert äußerst schnell und präzise. Auch wenn das Gerät auf dem Tisch liegt reicht es aus, mit einem registrierten Finger auf den Sensor zu tippen.
Im Hinblick auf die Empfangsqualität im Mobilfunk- (getestet im Telekom- und Telefonica-Netz) und im WLAN-Netz sind mir keine Besonderheiten aufgefallen – es funktioniert. Die Sprachqualität bei Telefonaten ist zufriedenstellend.
Der einzelne Mono-Lautsprecher liefert eine durchschnittliche Qualität. Eine Party wird man mit Sicherheit bicht damit beschallen können, aber zum Freisprechen oder zum Anhören von Podcasts o.ä. reicht er aus.
Als sehr angenehm empfinde ich den Vibrationsmotor, der eher dezent zu Werke geht.
Software
Das HONOR 9X Pro wird mit Android 9 und der EMUI-Oberfläche in Version 9.1.1 ausgeliefert. Das Update auf EMUI 10, das für ältere HONOR- und HUAWEI-Geräte bereits im vergangenen Jahr ausgerollt wurde, lässt noch auf sich warten.
Die Benutzeroberfläche EMUI ist insgesamt funktional und logisch aufgebaut. Das Design wirkt auf mich manchmal etwas zu bunt und verspielt – gerade einige Icons. Bei Bedarf sind weitere Designs in einem Store erhältlich.
Leider ist das HONOR 9X Pro auch im Hinblick auf die Android-Sicherheitspatches nicht auf dem aktuellen Stand. Jetzt, Ende März 2020, ist lediglich der Patch vom 1. November 2019 installiert. Da ist auf jeden Fall noch Raum für Verbesserungen.
HONOR 9X Pro ohne Google: Pferdfefuß oder Chance?
Interessierten Beobachtern wird in den zurücklegenden Monaten der Konflikt zwischen der amerikanischen Regierung und dem HONOR-Mutterkonzern Huawei nicht entgangen sein. Dieser hatte zur Folge, dass Huawei und Honor in neuen Smartphones Produkte von Google nicht mehr verwenden dürfen.
Android darf, in der Open Source-Variante, weiter eingesetzt werden. Allerdings stehen weder der Google Play Store noch die Google Play Services auf neuen Huawei-/Honor-Geräten zur Verfügung.
Die weit verbreiteten Google-Apps, die ich auch verwende, wie z.B. Maps, Mail, der Kalender und die Kontaktverwaltung, sind nicht mehr sinnvoll verwendbar.
Außerdem setzen viele Apps die Google Services voraus.
Damit steht der Konzern vor dem Problem, Nutzern eine eigene, einfache Möglichkeit zur Installation von Apps bieten zu müssen.
Das Honor 9X Pro eröffnet dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten, Apps zu installieren.
Mit der Huawei App Gallery steht auf dem HONOR 9X Pro ein alternativer App-Store zur Verfügung, der sich einfach analog zum Google Play Store verwenden lässt.
Das Angebot der App Gallery umfasst bereits eine Vielzahl von Anwendungen und Spiele. So findet man dort bereits Microsoft Office, Snapchat, TikTok, Tidal, Amazon Shopping, Tagesschau und weitere bekannte Applikationen. Dennoch sind noch lange nicht alle gängigen Apps im Shop vertreten. Facebook, Instagram, Twitter und Co. sucht man vergeblich.
Der Vorteil eines App Stores ist u.a., dass App-Aktualisierungen automatisch installiert werden können.
Verschiedene Hersteller, wie etwa Facebook, bieten ihre Apps auch als direkte Downloads von der Herstellerseite an. Dazu muss man das Installieren von Apps aus externen Quellen zulassen. Ein Verweis auf die Herstellerseite findet sich, z.B. wie im Fall von Facebook, auch manchmal in der Huawei App Gallery.
Wenn man seine gewünschte App weder in der Huawei App Gallery, noch auf einer Herstellerseite findet, kann man auf alternative App Stores, wie z.B. APKPure zurückgreifen.
Dort findet man eine ähnliche Vielfalt an Apps, wie auch im Play Store. Allerdings kann man sich hier durchaus die Frage stellen, wie vertrauenswürdig alternative App-Stores im Einzelfall sind. Zumindest bietet z.B. APKPure eine recht komfortable Möglichkeit, Apps zu installieren und auch aktuell zu halten.
Die auf dem HONOR 9X Pro vorinstallierte App „Phone Clone“, bietet eine weitere Möglichkeit zur Installation von Applikationen. „Phone Clone“ ermöglicht es, Daten, Kontakte und eben auch Apps von einem Smartphone auf ein anderes zu übertragen. Habe ich beispielsweise ein älteres Honor-Gerät, auf dem noch der Play Store vertreten ist, so kann ich die dort installierten Apps auf mein neues HONOR 9X Pro übertragen. Google Apps werden dabei allerdings nicht transferiert. Außerdem kann es zu Problemen kommen, wenn Apps die Google Play Services benötigen.
Da ich mein HONOR 9X Pro komplett neu einrichten wollte, habe ich auf den Einsatz von „Phone Clone“ verzichtet. Das Programm bietet eine schnelle und komfortable Möglickeit, gewohnte Apps auf das neue Gerät „umzuziehen“. Allerdings dürfte es auf diesem Wege nicht möglich sein, automatische Updates für die installierten Apps zu erhalten.
Als weitere Möglichkeit sehe ich auch den Verzicht auf bestimmte Apps an. Eine Vielzahl von Aufgaben kann ich auch über die entsprechende Website im Browser erledigen. Youtube ist hierfür ein gutes Beispiel. Ich habe mir dafür einfach eine Verknüpfung auf dem Startbildschirm angelegt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass man auf dem HONOR 9X Pro letztlich die allermeisten Apps nutzen kann.
Der Verzicht auf Google-Apps, wie z.B. Mail oder Maps, dürfte für viele Nutzer recht schmerzhaft sein. Immerhin kann man weiterhin die Browservariante verwenden oder ganz auf alternative Apps zurückgreifen.
Nutzer, die auf dem Smartphone bewusst auf die Dienste von Google verzichten möchten, könnten mit dem HONOR 9X Pro einen gangbaren Weg gefunden haben.
Insgesamt ist allerdings ein etwas höherer Aufwand beim Installieren und Aktualisieren von Apps erforderlich. Das ist in Teilen sicherlich der momentanen Umbruchphase geschuldet. Mit einem weiteren Ausbau des Angebots der Huawei App Gallery könnte man das Nutzungserlebnis weiter verbessern.
Fazit
POSITIV +
Performance
schönes Design
Verarbeitungsqualität
Kamera
Kopfhörerbuchse
hervorragender Fingerabdrucksensor
gute Akkulaufzeit
6GB RAM
256GB interner Speicher
microSD-Slot bis 512GB
NEUTRAL =
Mono-Lautsprecher
kein Face-Unlock
Videoqualität
Größe und Gewicht
Display könnte etwas heller sein
NEGATIV –
kein Google Play Store
keine Google-Apps
Google Pay nicht möglich
App-Situation noch nicht ganz zufriedenstellend gelöst
keine Schnellladefunktion
kein Wireless-Charging
keine optische Bildstabilisierung
Das HONOR 9X Pro ist ein sehr interessantes Mittelklasse-Smartphone, das starke Performance, gute Ausstattung und eine überdurchschnittliche Kamera in einem sehr ansprechenden Gehäuse vereint. Nicht zuletzt der Preis von derzeit 249€ lässt das Gerät attraktiv erscheinen.
Als Kaufinteressent sollte man sich aber auf jeden Fall vorher darüber Gedanken machen, ob man mit der derzeitigen App-Situation bei HONOR- und HUAWEI-Geräten zurecht kommt.
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Inzwischen hatte ich die Gelegenheit, das HONOR 9X Pro eingehend zu testen.
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Die Abschnitte zum Kamerasystem und der App-Situation habe ich bereits in seperaten Posts hier veröffentlicht.
Lieferumfang und erster Eindruck
Das HONOR 9X Pro kommt in einer Smartphone-typischen Kartonverpackung. Ich habe das Testgerät in der Farbvariante „Phantom Purple“ erhalten und hier ist die Modellbezeichnung auf dem Kartondeckel mit dem gleichen Farbverlauf gestaltet, den auch die Rückseite des 9X Pro aufweist – nett.
Nach dem Öffnen der Verpackung fällt der Blick sofort auf das, in einer Plastiktüte eingepackte, Smartphone. Darunter befindet sich ein Pappschuber, der ein Werkzeug zum Öffnen des SIM-Kartenschachts und eine einfache transparente Schutzhülle für das Smartphone enthält. Bei meinem Testgerät, das nicht für den Verkauf bestimmt ist, fehlen Bedienungsanleitung, Garantiebestimmungen u.ä.
In der Box befinden sich dann noch ein 10W-Netzteil mit USB-A-Buchse und ein Ladekabel mit USB-A und USB-Type-C-Stecker, beides in weiß gehalten.
Das HONOR 9X Pro wirkt mit seinen Abmessungen von 163.5 mm x 77.3 mm x 8.8 mm und einem Gewicht von 202g zunächst wirklich groß auf mich.
Die Vorderseite des Geräts wird von einem 6,59 Zoll messenden Bildschirm dominiert. Lediglich die Hörmuschel findet noch zusätzlich einen Platz am oberen Rand. Die Frontkamera wurde als Pop-Up-Kamera in den oberen Rahmen integriert – doch dazu später mehr.
Insgesamt wirkt die Vorderseite des Smartphones sehr aufgeräumt und modern. Die Bildschirmränder fallen durchaus angenehm dünn, wenn auch etwas asymmetrisch, aus. Der untere Rand ist merklich breiter, was ich aber nicht als störend empfinde. Insgesamt ergibt sich dein Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis von 92%.
Auf der rechten Seite des Geräts befindet sich der Ein-/Ausschalter mit integriertem Fingerabdrucksensor und eine Lautstärkewippe. Die Unterseite beherbergt den (Mono-) Lautsprecher, den USB-Type-C-Anschluss, ein Mikrofon und eine 3,5mm Klinkenbuchse. An der oberen Gehäuseseite sind die Pop-Up-Frontkamera, der SIM- bzw. Speicherkarteneinschub und ein weiteres Mikrofon platziert.
Die linke Seite bleibt frei.
Die zu den Längsseiten leicht abgerundete Glasrückseite des HONOR 9X Pro ist eines der Highlights des Smartphones. Diese ist mit einem zwischen lila/blau und magenta changierendem Farbverlauf gestaltet. Je nach Betrachtungswinkel wird ein X, passend zur Modellbezeichnung, sichtbar. Die Gestaltung der Rückseite gefällt mir ausgesprochen gut und hebt sich angenehm vom schwarzen Smartphone-Einerlei ab. Fingerabdrücke sind auf dem Glas zwar sichtbar, doch weniger auffällig als bei dunkleren, einfarbigen Oberflächen.
In der linken oberen Ecke befindet sich das Kameramodul, dessen drei Linsen ampelförmig untereinander angeordnet sind. Darunter befindet sich noch ein LED-Blitz.
Am unteren Viertel der Rückseite befinden sich noch ein silberfarbener HONOR-Schriftzug und die regulatorischen Hinweise.
Das HONOR 9X Pro wirkt auf mich äußerst solide und sauber verarbeitet. Vorder- und Rückseite aus Glas werden durch einen, offenbar mit einem Kunststoff überzogenen Metallrahmen zusammengehalten. Das Gehäuse ist sehr verwindungssteif und auch beim testweisen Druckausüben knarzt oder knackt nichts.
Die Tasten sitzen fest im Gehäuse und haben einen gut definierten Druckpunkt. Frontkamera und SIM-Karteneinschub sitzen bündig im Gehäuse – es gibt keine auffälligen Spaltmaße.
Durch die seitlich abgerundete Rückseite liegt das HONOR 9X Pro sicher und gut in der Hand. Der Fingerabdrucksensor ist für mich sehr gut platziert und ich kann ihn problemlos mit dem rechten Daumen erreichen. Die Lautstärkewippe ist nur nach dem Umgreifen erreichbar.
Durch das leicht herausstehende Kameramodul wackelt das Smartphone etwas, wenn man es auf dem Tisch liegend bedient.
Display
Das HONOR 9X Pro ist mit einem 6,59 Zoll großen IPS-Display im Format 19,5:9 ausgestattet. Der Bildschirm löst mit 1080 x 2340 Pixeln auf und bietet somit eine Pixeldichte von 391 ppi.
Damit erscheinen Texte, auch in Anbetracht der Größe des Gerätes, zufriedenstellend scharf und sind gut lesbar.
Die Bildschirmauflösung wird ab Werk im Modus „Smarte Auflösung“ automatisch angepasst und wechselt zwischen HD+ (1560×720 Pixel) und FHD+ (2340×1080 Pixel), um den Energieverbrauch zu minimieren. Man kann aber alternativ eine der beiden Auflösungen manuell wählen.
Die Farbdarstellung wirkte in der Grundeinstellung auf mich zunächst zu knallig und zu kühl. Wenn man im Einstellungsmenü „Anzeige“ den Farbmodus von „lebhaft“ zu „normal“ wechselt, erhält man eine deutlich realistischere und angenehmere Farbabstimmung.
Das Display des HONOR 9X Pro ist recht blickwinkelstabil und wird auch in helleren Umgebungen ausreichend ***. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung, etwa in der Mittagszeit, wird es schwierig, noch alles auf dem Bildschirm zu erkennen.
Insgesamt gefällt mir der Bildschirm des HONOR 9X Pro gut. Zwar weist er auch übliche Nachteile eines IPS-Panels auf, z.B. das kein sattes schwarz erreicht wird. Aber ein hochwertiges OLED-Panel ist in dieser Preisklasse nicht zu erwarten.
Kamera
Allgemein:
Das HONOR 9X Pro verfügt über ein Dreifach-Kamerasystem auf der Rückseite und eine Pop-Up-Frontkamera.
Die Hauptkamera bietet in etwa den Blickwinkel eines 35mm Objektivs (umgerechnet auf Vollformat/Kleinbild) und löst mit 48 Megapixeln auf. Die maximale Blendenöffnung beträgt f/1.8.
In der Standardeinstellung nimmt das HONOR 9X Pro Fotos mit einer Größe von 12 Megapixeln auf. Dies ergibt sich durch sogenanntes Pixel Binning, bei dem jeweils 4 Pixel des 1/2-Zoll-Sensors zu einem Pixel kombiniert werden. Es ist aber ebenfalls möglich, die volle Auflösung des Sensors beim Fotografieren zu nutzen.
Das zweite Objektiv ist ein Superweitwinkel mit einem Bildwinkel von 120°. Hier steht eine Anfangsblende von f/2.4 und eine Sensorauflösung von 8 Megapixeln zur Verfügung.
Hinter dem dritten Objektiv verbirgt sich ein Tiefensensor mit 2 MP Auflösung und f/2.4, der etwa für Portraitaufnahmen oder simulierter Tiefenschärfe ergänzende Informationen liefert.
Die Frontkamera wurde beim HONOR 9X Pro im oberen Gehäuserahmen verbaut. Sie fährt bie Bedarf mechanisch aus dem Gehäuse heraus.
Die Pop-up-Kamera bietet einen Weitwinkel (umgerechnet 26mm) und löst mit 16MP bei einer maximalen Blende von f/2.2 auf.
Hauptkamera:
Die 48 Megapixel-Hauptkamera liefert bei guten Lichtverhältnissen scharfe und detailreiche Bilder. Farben werden meist realistisch und nicht übersättigt wiedergegeben.
Mit Gegenlichtsituationen kommt das HONOR 9X Pro gut zurecht. Etwaige Überstrahlungen und Lens Flares kann man teilweise als Stilmittel einsetzen. Wenn man manuell den Bereich zur Belichtungsmessung wählt, lassen sich auch extreme Helligkeitsunterschiede recht gut bewältigen.
Bei schwierigen Lichtverhältnissen, wie z.B. in der Dämmerung oder bei Kunstlicht in Innenräumen, wird Bildrauschen sichtbar und die Detailwiedergabe leidet – vor allem in dunklen Bildbereichen.
Die Verwendung des Nachtmodus bzw. dem „AIS Super Night Mode“, bei dem mehrere Fotos automatisch zu einem verrechnet werden, verbessert das Ergebnis. Damit sind deutlich hellere, rauschärmere und detailreichere Bilder auch bei sehr dunklen Lichtverhältnissen möglich.
Selbst aus der Hand gelingen oft noch recht ansehnliche Fotos – ein Stativ ist aber dennoch sehr hilfreich.
Es macht Spaß mit den verschiedenen Bildmodi zu experimentieren. Befestigt man das HONOR 9X Pro etwa auf einem kleinen Smartphone-Stativ und wechselt in den Modus „Lichtmalerei“, so kann man interessante Fotos aufnehmen, wie z.B. die Lichtspuren fahrender Autos, Sternenspuren u.a.
Ich hatte bereits erwähnt, dass man beim Fotografieren auch die volle 48 Megapixel-Auflösung der Hauptkamera nutzen kann. Normalerweise halte ich das nicht für erforderlich. Die hohe Auflösung bringt im Alltagsgebrauch kaum einen Vorteil mit sich – lediglich die Dateigröße der Fotos steigt erheblich an. Folgerichtig ist auch eine Bildgröße von 12-Megapixeln voreingestellt.
Es gibt jedoch einige Sonderfälle, bei denen sich eine höhere Auflösung positiv bemerkbar machen würde.
Gerade bei Fotos, die viele kleine Bildelemente enthalten, wie beispielsweise Landschaftsaufnahmen, gelingt es mit der vollen 48-MP-Auflösung, mehr Details einzufangen. Wirklich relevant ist das aber nur, wenn man beim Betrachten stark in das Bild hineinzoomt oder einen großformatigen Ausdruck anfertigen möchte. Natürlich bietet die hohe Auflösung auch größere Reserven für Ausschnittsvergrößerungen.
Bei diesen Anwendungsfällen würde ich gleich die Auflösung „48 MP AI Ultra Clarity“ wählen. Hier werden wieder mehrere 48-MP-Bilder zu einem Foto kombiniert, das sich dann deutlich detailreicher und rauschärmer präsentiert. Zu beachten ist allerdings, dass dieser Modus nur bei unbewegten Motiven sinnvoll einsetzbar ist.
Um die Unterschiede zwischen den Auflösungen „12 MP“ und „48 MP AI Ultra Clarity“ zu verdeutlichen, habe ich dasselbe Motiv in beiden Modi fotografiert und vergleiche jeweils die rot markierten Ausschnitte miteinander.
Mit dem Bildmodus „Blende“ kann man die Bildwirkung simulieren, die offenblendige Objektive an Spiegelreflex- oder Systemkameras erzeugen. Dabei stellt man auf das Hauptmotiv scharf und Bildinhalte, die räumlich davor oder dahinter liegen, verschwinden in der Unschärfe (Bokeh).
Wenn das Hauptmotiv klar begrenzte Umrisse aufweist, kann das HONOR 9X Pro dieses meist gut erkennen und erzeugt dann durchaus ansprechende Fotos. Es lohnt sich, mit dieser Funktion zu experimentieren.
Superweitwinkel:
Die Superweitwinkel-Kamera sehe ich als gute Ergänzung zur Hauptkamera, da sich ein größerer Bildwinkel nicht nachträglich erzeugen bzw. errechnen lässt.
Steht viel Licht zur Verfügung, gelingen hiermit ebenfalls ansprechende, realistische Aufnahmen. Die Detailauflösung erreicht nicht das gute Niveau der Hauptkamera. Bei schwierigen Lichtverhältnissen nimmt das Bildrauschen zu und Details erscheinen verwaschen. Hier macht sich die kleinere Anfangsblende von f/2.4 bemerkbar, die, im Vergleich zur Hauptkamera, weniger Licht auf den Sensor fallen lässt.
Eine dedizierte Tele-Linse besitzt das HONOR 9X Pro leider nicht. Der Zoom wird digital über die Hauptkamera realisiert. Darunter leidet erwartungsgemäß die Detailwiedergabe. Der 2-fach Zoom ist aber dennoch gut nutzbar.
VIDEO:
Das HONOR 9X Pro zeichnet Videos maximal in FullHD 1080p-Auflösung mit 60fps auf. Eine optische Bildstabilisierung steht nicht zur Verfügung. Die AI-Videostabilisierung funktioniert recht gut, sorgt aber für eine verzögerte Darstellung des Sucherbilds.
Beim Filmen mit der Weitwinkel-Kamera sind Aufnahmen auf 30fps begrenzt. Auch wenn man Videofilter einsetzen möchte, greift diese Einschränkung.
Die Videoqualität reicht zum Aufnehmen von kurzen Clips im Alltag aus. Steht viel Licht zur Verfügung, ist die Bildqualität recht ansprechend. Der Ton geht ebenfalls in Ordnung.
Für ein ernsthafteres Filmen ist das HONOR 9X Pro, meiner Meinung nach, weniger gut geeignet. Leider bietet die herstellereigene Kamera-App für das Filmen keinen Pro-Modus an. Dieser wäre aber erforderlich, um Belichtungszeit, Fokus, etc. voreinstellen zu können. In Anbetracht der angepeilten Benutzergruppe möchte ich das nicht weiter kritisieren.
Pop-Up-Kamera:
Steht viel Licht zur Verfügung, gelingen mit der Frontkamera schöne Selfies mit natürlichen Farben. Vorsicht ist bei der Einstellung des Verschönerungsgrades geboten, da Bilder sonst stark weichgezeichnet werden.
Leider lässt die Bildqualität deutlich nach, wenn wenig Licht zur Verfügung steht. Gerade in Innenräumen mit Kunstlicht führt das zu verwaschenen Details, Bildrauschen und einer unrealistischen Farbwiedergabe. Auch die Gesichtsaufhellung durch das Erhöhen der Bildschirmhelligkeit vermag nichts daran zu ändern.
Videoaufnahmen sind maximal mit 1080p und 30fps möglich. Die Verschönerungsfunktionen stehen allerdings nur bis 720p zur Verfügung.
Fazit zur Kamera:
Insgesamt gefällt mir das Kamerasystem des HONOR 9X Pro gut. Die Kamera ist durchaus schnappschusstauglich und man erhält, wenn man sich der Limitierungen bewusst ist, ansehnliche Fotos mit einer insgesamt guten Bildqualität. Über kleinere Schwächen kann ich, gerade in Anbetracht des Gerätepreises, hinweg sehen.
Ich hätte keine Bedenken, einen Urlaub mit der Kamera des HONOR 9X Pro festzuhalten.
Beispielfotos:
Performance
Das HONOR 9X Pro wird vom leistungsfähigen HiSilicon Kirin 810 Octa-Core-Prozessor und einer Mali-G52 MP6 GPU angetrieben. In Kombination mit 6GB Arbeitsspeicher kann sich die Performance wirklich sehen lassen – vor allem für ein Mittelklasse-Smartphone.
Im Alltagsgebrauch habe ich nie das Gefühl, auf das System warten zu müssen. Die Benutzeroberfläche läuft flüssig, Apps werden schnell gestartet und laufen ruckelfrei.
Das spiegelt sich auch in den Testergebnissen gängiger Smartphone-Benchmarks wieder.
Im Geekbench 5 erreicht das HONOR 9X Pro im Lesitungs-Modus einen Single-Core-Score von 597 und einen Multi-Core-Score von 1871.
Den AnTuTu Benchmark (V. 8.3.0) absolviert das Gerät mit 319579 Punkten. Im Sling Shot Extreme-Test von 3DMARK werden ein Gesamtscore von 25512 im OpenGl ES3.1 und 2523 im Vulkan erzielt.
Das HONOR 9X Pro reiht sich mit seinen Benchmark-Ergebnissen etwa im Bereich von Samsungs Vorgänger-Flaggschiffen ein.
Berücksichtigt man, dass es sich beim HONOR 9X Pro um ein Mittelklasse-Smartphone handelt, habe ich an der Performance absolut nichts auszusetzen.
Auch bei starker Beanspruchung wird das HONOR 9X Pro nicht unangenehm heiss. Honor setzt hier auf eine integrierte Flüssigkeitskühlung.
Akku
Das HONOR 9X Pro ist mit einem Li-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 4000mAh ausgestattet.
Auch bei intensiverer Nutzung komme ich mit dem Gerät problemlos durch den Tag. Bei meinem Nutzungsverhalten sind Laufzeiten von 1,5 Tagen realistisch. Bei sehr fordernder Nutzung, etwa stundenlanges Spielen im Hochleistungsmodus, reduziert sich die Laufzeit natürlich deutlich.
Leider verzichtet Honor beim 9X Pro auf ein Schnellladeverfahren. Das beigelegte Netzteil liefert lediglich 10W – damit dauert das Aufladen von 15% auf 100% 1 h 40 min.
Drahtloses Aufladen nach dem Qi-Standard ist leider ebenfalls nicht vorgesehen.
Ausstattung und Konnektivität
Das HONOR 9X Pro verfügt über einen USB Typ-C-Port zum Laden und für den Datenaustausch.
Überraschenderweise verbaut HONOR bei diesem Gerät weiterhin eine 3,5mm-Kopfhörerbuchse. Ich bin zwar schon vor Jahren auf Bluetooth-Kopfhörer umgestiegen, aber haben ist natürlich besser als brauchen.
Außerdem stehen Wi-Fi 2.4GHz (802.11 b/g/n), Wi-Fi 5GHz (802.11 a/ac), Bluetooth 4.2, GPS/AGPS/GLONASS und NFC zur Verfügung.
Das HONOR 9X Pro unterstützt NFC – dennoch kann diese Schnittstelle nicht zum Bezahlen mit Google Pay genutzt werden. Das Koppeln von Bluetooth-Kopfhörer, Lautsprechern o.ä. funktioniert damit problemlos.
Der Hybrid SIM-Slot nimmt entweder zwei Nano-SIM-Karten oder eine Nano-SIM- und eine microSD-Speicherkarte auf.
Der, mit 256 GB großzügig bemessene, interne UFS 2.1-Speicher kann mit einer microSD-Karte bis zu einer Speichergröße von 512GB erweitert werden.
Das HONOR 9X Pro bietet als einzige biometrische Methode zur Zugangssicherung einen Fingerabdrucksensor. Auf die Integration eines Face Unlocks bzw. einer Gesichtsentsperrung wurde verzichtet. Ich finde die Entscheidung nachvollziehbar, da zum Entsperren jedes mal die Popup-Kamera ein- und ausgefahren werden müsste. Die Mechanik erscheint mir für diesen Zweck zu gemächlich. Ein kompletter Vorgang würde 2,9 Sekunden benötigen. Der Fingerabdrucksensor ist in den Ein-/Ausschalter an der rechten Gehäuseseite integriert. Diese Position ist mit dem Daumen perfekt erreichbar. Der Sensor reagiert äußerst schnell und präzise. Auch wenn das Gerät auf dem Tisch liegt reicht es aus, mit einem registrierten Finger auf den Sensor zu tippen.
Im Hinblick auf die Empfangsqualität im Mobilfunk- (getestet im Telekom- und Telefonica-Netz) und im WLAN-Netz sind mir keine Besonderheiten aufgefallen – es funktioniert. Die Sprachqualität bei Telefonaten ist zufriedenstellend.
Der einzelne Mono-Lautsprecher liefert eine durchschnittliche Qualität. Eine Party wird man mit Sicherheit bicht damit beschallen können, aber zum Freisprechen oder zum Anhören von Podcasts o.ä. reicht er aus.
Als sehr angenehm empfinde ich den Vibrationsmotor, der eher dezent zu Werke geht.
Software
Das HONOR 9X Pro wird mit Android 9 und der EMUI-Oberfläche in Version 9.1.1 ausgeliefert. Das Update auf EMUI 10, das für ältere HONOR- und HUAWEI-Geräte bereits im vergangenen Jahr ausgerollt wurde, lässt noch auf sich warten.
Die Benutzeroberfläche EMUI ist insgesamt funktional und logisch aufgebaut. Das Design wirkt auf mich manchmal etwas zu bunt und verspielt – gerade einige Icons. Bei Bedarf sind weitere Designs in einem Store erhältlich.
Leider ist das HONOR 9X Pro auch im Hinblick auf die Android-Sicherheitspatches nicht auf dem aktuellen Stand. Jetzt, Ende März 2020, ist lediglich der Patch vom 1. November 2019 installiert. Da ist auf jeden Fall noch Raum für Verbesserungen.
HONOR 9X Pro ohne Google: Pferdfefuß oder Chance?
Interessierten Beobachtern wird in den zurücklegenden Monaten der Konflikt zwischen der amerikanischen Regierung und dem HONOR-Mutterkonzern Huawei nicht entgangen sein. Dieser hatte zur Folge, dass Huawei und Honor in neuen Smartphones Produkte von Google nicht mehr verwenden dürfen.
Android darf, in der Open Source-Variante, weiter eingesetzt werden. Allerdings stehen weder der Google Play Store noch die Google Play Services auf neuen Huawei-/Honor-Geräten zur Verfügung.
Die weit verbreiteten Google-Apps, die ich auch verwende, wie z.B. Maps, Mail, der Kalender und die Kontaktverwaltung, sind nicht mehr sinnvoll verwendbar.
Außerdem setzen viele Apps die Google Services voraus.
Damit steht der Konzern vor dem Problem, Nutzern eine eigene, einfache Möglichkeit zur Installation von Apps bieten zu müssen.
Das Honor 9X Pro eröffnet dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten, Apps zu installieren.
Mit der Huawei App Gallery steht auf dem HONOR 9X Pro ein alternativer App-Store zur Verfügung, der sich einfach analog zum Google Play Store verwenden lässt.
Das Angebot der App Gallery umfasst bereits eine Vielzahl von Anwendungen und Spiele. So findet man dort bereits Microsoft Office, Snapchat, TikTok, Tidal, Amazon Shopping, Tagesschau und weitere bekannte Applikationen. Dennoch sind noch lange nicht alle gängigen Apps im Shop vertreten. Facebook, Instagram, Twitter und Co. sucht man vergeblich.
Der Vorteil eines App Stores ist u.a., dass App-Aktualisierungen automatisch installiert werden können.
Verschiedene Hersteller, wie etwa Facebook, bieten ihre Apps auch als direkte Downloads von der Herstellerseite an. Dazu muss man das Installieren von Apps aus externen Quellen zulassen. Ein Verweis auf die Herstellerseite findet sich, z.B. wie im Fall von Facebook, auch manchmal in der Huawei App Gallery.
Wenn man seine gewünschte App weder in der Huawei App Gallery, noch auf einer Herstellerseite findet, kann man auf alternative App Stores, wie z.B. APKPure zurückgreifen.
Dort findet man eine ähnliche Vielfalt an Apps, wie auch im Play Store. Allerdings kann man sich hier durchaus die Frage stellen, wie vertrauenswürdig alternative App-Stores im Einzelfall sind. Zumindest bietet z.B. APKPure eine recht komfortable Möglichkeit, Apps zu installieren und auch aktuell zu halten.
Die auf dem HONOR 9X Pro vorinstallierte App „Phone Clone“, bietet eine weitere Möglichkeit zur Installation von Applikationen. „Phone Clone“ ermöglicht es, Daten, Kontakte und eben auch Apps von einem Smartphone auf ein anderes zu übertragen. Habe ich beispielsweise ein älteres Honor-Gerät, auf dem noch der Play Store vertreten ist, so kann ich die dort installierten Apps auf mein neues HONOR 9X Pro übertragen. Google Apps werden dabei allerdings nicht transferiert. Außerdem kann es zu Problemen kommen, wenn Apps die Google Play Services benötigen.
Da ich mein HONOR 9X Pro komplett neu einrichten wollte, habe ich auf den Einsatz von „Phone Clone“ verzichtet. Das Programm bietet eine schnelle und komfortable Möglickeit, gewohnte Apps auf das neue Gerät „umzuziehen“. Allerdings dürfte es auf diesem Wege nicht möglich sein, automatische Updates für die installierten Apps zu erhalten.
Als weitere Möglichkeit sehe ich auch den Verzicht auf bestimmte Apps an. Eine Vielzahl von Aufgaben kann ich auch über die entsprechende Website im Browser erledigen. Youtube ist hierfür ein gutes Beispiel. Ich habe mir dafür einfach eine Verknüpfung auf dem Startbildschirm angelegt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass man auf dem HONOR 9X Pro letztlich die allermeisten Apps nutzen kann.
Der Verzicht auf Google-Apps, wie z.B. Mail oder Maps, dürfte für viele Nutzer recht schmerzhaft sein. Immerhin kann man weiterhin die Browservariante verwenden oder ganz auf alternative Apps zurückgreifen.
Nutzer, die auf dem Smartphone bewusst auf die Dienste von Google verzichten möchten, könnten mit dem HONOR 9X Pro einen gangbaren Weg gefunden haben.
Insgesamt ist allerdings ein etwas höherer Aufwand beim Installieren und Aktualisieren von Apps erforderlich. Das ist in Teilen sicherlich der momentanen Umbruchphase geschuldet. Mit einem weiteren Ausbau des Angebots der Huawei App Gallery könnte man das Nutzungserlebnis weiter verbessern.
Fazit
POSITIV +
Performance
schönes Design
Verarbeitungsqualität
Kamera
Kopfhörerbuchse
hervorragender Fingerabdrucksensor
gute Akkulaufzeit
6GB RAM
256GB interner Speicher
microSD-Slot bis 512GB
NEUTRAL =
Mono-Lautsprecher
kein Face-Unlock
Videoqualität
Größe und Gewicht
Display könnte etwas heller sein
NEGATIV –
kein Google Play Store
keine Google-Apps
Google Pay nicht möglich
App-Situation noch nicht ganz zufriedenstellend gelöst
keine Schnellladefunktion
kein Wireless-Charging
keine optische Bildstabilisierung
Das HONOR 9X Pro ist ein sehr interessantes Mittelklasse-Smartphone, das starke Performance, gute Ausstattung und eine überdurchschnittliche Kamera in einem sehr ansprechenden Gehäuse vereint. Nicht zuletzt der Preis von derzeit 249€ lässt das Gerät attraktiv erscheinen.
Als Kaufinteressent sollte man sich aber auf jeden Fall vorher darüber Gedanken machen, ob man mit der derzeitigen App-Situation bei HONOR- und HUAWEI-Geräten zurecht kommt.